29.12.2025 Erschreckende Zahlen vom BKA zum Jahresende



Gewalt im Einsatz – PTBS, Therapieabbrüche und warum neue Wege notwendig sind

1. Gewalt gegen Einsatzkräfte: eine belegte Realität
Das Bundeslagebild des Bundeskriminalamts (BKA) für 2024 zeigt erneut einen Höchststand bei Gewalttaten gegen Einsatzkräfte in Deutschland.
Zentrale Fakten:
  • 46.367 Gewalttaten gegen Polizeikräfte
  • 106.875 betroffene Polizistinnen und Polizisten
  • 2.916 Opfer bei Rettungsdiensten und THW – höchster Wert seit 2018
  • Seit 2015:
    • +38,5 % mehr Gewalttaten
    • +67,2 % mehr betroffene Polizeibeamte
  • Gewalt konzentriert sich überproportional auf Großstädte
  • Fast jede zweite Tat unter Alkoholeinfluss
  • Täter überwiegend allein handelnd und häufig polizeibekannt
Gesichert ist:
Gewalt gegen Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste ist kein Ausnahmeereignis mehr, sondern Teil des beruflichen Alltags.
2. Gewalt endet nicht mit dem Einsatz
Was in der öffentlichen Wahrnehmung oft ausgeblendet wird:Gewalt im Einsatz wirkt psychisch langfristig nach.
Medizinisch-psychologisch gelten als klassische Auslöser traumatischer Belastungsreaktionen:
  • direkte körperliche Gewalt
  • massive Bedrohung
  • Kontrollverlust und Ohnmacht
  • Tod oder schwere Verletzungen im Einsatz
  • Einsätze mit Kindern
  • moralische Konflikte („moral injury“)
Besonders relevant für Einsatzkräfte ist die kumulative Traumatisierung: Nicht ein einzelnes Ereignis, sondern die Summe vieler belastender Einsätze führt zur Erkrankung.
3. PTBS bei Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten
Gesicherte Studienlage
GruppeGeschätzte PTBS-RateAllgemeinbevölkerungca. 1–3 %Polizeica. 7–10 %Rettungsdienstca. 10–20 %Feuerwehrca. 5–10 %
Diese Werte stammen aus nationalen und internationalen Studien und gelten als realistische Bandbreiten.
Ehrliche Einordnung
  • Die Dunkelziffer ist hoch
  • Viele Betroffene:
    • vermeiden Diagnosen
    • melden sich nicht krank
    • funktionieren jahrelang weiter
  • Häufige Problematik:
    • Fehldiagnosen (z. B. Depression statt PTBS)
    • Ausschluss aus spezialisierten Therapieangeboten
    • verspäteter oder gar kein Therapiebeginn
4. Ein oft verdrängtes Thema: Abbruchraten bei Traumatherapien
Traumatherapie ist wirksam – wenn sie begonnen, durchgehalten und abgeschlossen wird. Genau hier liegt ein zentrales strukturelles Problem.
Gesicherte Zahlen
  • Durchschnittliche Abbruchrate bei PTBS-Therapien: 
    ca. 16–25 %
  • Bei Hochbelastungsgruppen (Militär, Polizei, Rettungsdienst):häufig 25–40 %, teils darüber
➡️ Realistisch betrachtet bricht jede vierte bis dritte betroffene Person eine Traumatherapie vorzeitig ab.
5. Warum brechen Menschen Traumatherapien ab?
Abbrüche sind kein Zeichen von Schwäche, sondern gut erklärbar.
Hauptgründe (wissenschaftlich belegt):
  1. Überforderung durch frühe Trauma-Konfrontation
  2. Vermeidungsverhalten (Kernsymptom der PTBS)
  3. fehlende therapeutische Beziehung / Vertrauen
  4. Parallelbelastungen (Dienst, Schichtarbeit, Familie)
  5. Komorbiditäten (Depression, Substanzkonsum, Schlafstörungen)
  6. Strukturelle Hürden (Zugang, Termine, Bürokratie, Setting)
Wichtig:
Abbruch bedeutet nicht Therapieversagen – sondern fehlende Passung zum aktuellen Zustand.
6. Können pferdegestützte Settings Abbrüche reduzieren?
Was gesichert ist
  • Pferdegestützte, traumasensible Interventionen zeigen:
    • hohe Akzeptanz
    • niedrige Einstiegshürden
    • stabile Teilnahme
    • starke Bindung an das Setting
  • Besonders bei Einsatzkräften:
    • geringere Stigmatisierung
    • höhere intrinsische Motivation
Ehrliche Bewertung der Datenlage
Es existiert keine große Metaanalyse, die exakte Prozentwerte zur Abbruchreduktion belegt. Was es gibt:
  • kleinere Studien
  • qualitative Forschung
  • internationale Programme (Veteranen, First Responder)
  • konsistente Praxiserfahrungen
Diese zeigen deutlich geringere Dropout-Tendenzen, insbesondere:
  • vor Beginn klassischer Traumatherapie
  • begleitend zur laufenden Therapie
Fachlich plausibler Wirkmechanismus
Pferdegestützte Arbeit wirkt, weil sie:
  • nicht primär sprach- oder konfrontationsbasiert ist
  • Sicherheit vor Trauma-Bearbeitung ermöglicht
  • Selbstwirksamkeit fördert
  • das Nervensystem über Beziehung, Rhythmus und Körper reguliert
  • Beziehung ohne Bewertung erlaubt
➡️ Fachlich korrekt formuliert:
Pferdegestützte Interventionen können als stabilisierende Brücke wirken und damit die Wahrscheinlichkeit von Therapieabbrüchen senken.
7. Das strukturelle Versorgungsproblem in Deutschland
Trotz steigender Gewalt und Belastung bestehen weiterhin:
  • zu wenige spezialisierte Therapieplätze
  • lange Wartezeiten
  • hohe bürokratische Hürden
  • kaum niedrigschwellige Angebote
  • wenig auf Einsatzkräfte zugeschnittene Konzepte
Ergebnis:
Viele Betroffene bleiben unversorgt oder brechen Hilfeprozesse frühzeitig ab.
8. Warum Ghost Rock Legacy hier ansetzt
Ghost Rock Legacy versteht sich nicht als Ersatz, sondern als ergänzendes, vorbereitendes und begleitendes Angebot zur klassischen Traumatherapie.
Der Ansatz:
  • traumasensibel
  • niedrigschwellig
  • pferdegestützt
  • beziehungs- und stabilisierungsorientiert
  • einsatznah
Ziel ist es,
  • Stabilität herzustellen,
  • Vertrauen aufzubauen,
  • Selbstwirksamkeit zu fördern
  • und Betroffene im Hilfesystem zu halten, statt sie zu verlieren.
9. Kompakte Infobox: Zahlen & Einordnung
PTBS-Raten bei Einsatzkräften
  • Polizei: ca. 7–10 %
  • Rettungsdienst: ca. 10–20 %
  • Feuerwehr: ca. 5–10 %
Abbruchraten Traumatherapie
  • Allgemein: ca. 16–25 %
  • Hochbelastungsgruppen: ca. 25–40 %
Hauptgründe für Abbrüche
  • Überforderung
  • Vermeidung
  • fehlende Bindung
  • Parallelbelastungen
  • unpassendes Setting
Pferdegestützte Ansätze
  • hohe Akzeptanz
  • niedrige Einstiegshürden
  • stabilisierende Wirkung
  • wahrscheinliche Reduktion von Abbrüchen
10. Warum das ohne Unterstützung nicht möglich ist
traumasensible, pferdegestützte Arbeit ist ressourcenintensiv:
  • qualifiziertes Fachpersonal
  • artgerechte Pferdehaltung
  • sichere Infrastruktur
  • kontinuierliche Betreuung
  • langfristige Verlässlichkeit
Diese Arbeit ist nicht kostendeckend über Regelversorgung finanzierbar, insbesondere nicht in der frühen Stabilisierung.
Ohne zusätzliche Unterstützung bedeutet das:
  • weniger Plätze
  • Wartelisten
  • Abbruch statt Begleitung
11. Deine Unterstützung macht den Unterschied
Wenn Einsatzkräfte:
  • früher Hilfe bekommen sollen,
  • Therapien nicht abbrechen müssen,
  • einen stabilen Zugang finden sollen,
dann braucht es zivilgesellschaftliche Unterstützung.
Konkret möglich durch:
  • Spenden, um Therapie- und Stabilitätsangebote zu finanzieren
  • Mitgliedschaften, um langfristige Strukturen aufzubauen
  • Weitertragen des Themas, um Sichtbarkeit zu schaffen
Klarer Abschluss
Gewalt im Einsatz nimmt zu. PTBS ist eine reale Folge. Therapieabbrüche sind häufig – und vermeidbar.
Ghost Rock Legacy arbeitet daran, diese Lücke zu schließen. Mit Haltung. Mit Struktur. Mit Verantwortung.

23.12.2025 Weihnachten

Weihnachtsbotschaft – Ghost Rock Legacy
Weihnachten ist eine Zeit der Ruhe, des Innehaltens und der Besinnung. Eine Zeit, in der sichtbar wird, was wirklich trägt.
Ghost Rock Legacy steht für Gemeinschaft, Verantwortung und Verlässlichkeit. Für Kameraden und Veteranen. Für Kolleginnen und Kollegen aus Polizei, Feuerwehr, Rettungsdiensten, DLRG, THW und allen weiteren Organisationen der Blaulichtfamilie. Für Menschen, die im Dienst für andere oft über ihre Grenzen gehen – und für die es ebenso wichtig ist, nach dem Einsatz nicht allein zu bleiben.
Ganz bewusst richten wir unseren Dank auch an die Familien.An Partnerinnen und Partner, Kinder, Eltern und Angehörige, die mittragen, mit aushalten und im Hintergrund oft die größte Leistung erbringen. Ihr gebt Halt, Stabilität und Rückhalt – auch dann, wenn Einsätze Spuren hinterlassen und Worte fehlen.
Unsere Philosophie ist klar:Gemeinschaft endet nicht mit der Uniform und beginnt nicht erst im Einsatz. Sie lebt von Vertrauen, Respekt und einem ehrlichen Miteinander. Stärke bedeutet nicht, alles alleine zu tragen, sondern zu wissen, Teil von etwas Verlässlichem zu sein.
Ein besonderer Dank gilt unseren Vereinsmitgliedern und dem Vorstand.Euch danken wir für Engagement, Verlässlichkeit, Zeit, Herzblut und den Willen, dieses Projekt nicht nur zu unterstützen, sondern aktiv mitzugestalten. Ghost Rock Legacy lebt von Menschen, die Verantwortung übernehmen und dranbleiben – auch dann, wenn der Weg anspruchsvoll ist.
Ebenso danken wir allen, die das Projekt direkt, praktisch und ideell unterstützen – sichtbar oder im Hintergrund.
Unser ausdrücklicher Dank gilt darüber hinaus unseren Unterstützern und Partnern, insbesondere dem Bundeswehr-Sozialwerk – ganz bewusst und mit besonderer Wertschätzung –, sowie Jesse Cole, Foreigson and his Ghosts, Horsevital, dem Honig-Transportgeschwader 62 aus Wunstorf, Nina Herrmann und dem Verein Wahre Helden Veteranenhilfe sowie Münsterland Immobilien für Vertrauen und Support.
Wir bedanken uns für die Aufmerksamkeit, die Unterstützung und das Mittragen der Idee von Ghost Rock Legacy. Ohne dieses Engagement wäre dieser Weg nicht möglich.
Wir wünschen allen Kameradinnen und Kameraden, allen Kolleginnen und Kollegen aus Polizei, Feuerwehr, Rettungsdiensten und allen Blaulichtorganisationen – und ihren Familien – ein friedvolles, ruhiges und würdiges Weihnachtsfest. Mit Zeit füreinander, Momenten der Wärme und der Möglichkeit, Kraft zu sammeln.
Bleibt gesund. Passt auf euch auf. Niemand geht diesen Weg allein.
Frohe Weihnachten 
Ghost Rock Legacy e.V (i.G)





18.12.2025

Der Neue Vorstand ist gewählt.

Ralf wurde als 1.Vorsizender bestätigt,

Neuer Kassenwart ist Marco, der bereits als Gründungsmitglied dabei war.

Unser neustes Mitglied, Sarah, hat sich Spontan und vom Projekt überzeugt als 2 Vorsitzende zur Wahl gestellt, sich dem Verein vorgestellt und wurde letztlich einstimmig zur stellv. Vorsitzenden gewählt. Mit ihrer eigenen PTBS Erfahrung in der Familie, ihrer Ausbildung in der öffentlichen Verwaltung, ihren Kenntnissen im Bereich Pferd und Hund ist sie eine super Ergänzung.

Wir freuen uns das es gerade richtig rollt. Danke an alle für den Support!

Neue Spendenseite

Seit dem 01.12.2025 haben wir eine neuen Spendenseite bei whydonate.com.

GRL Spendenseite!

Deine Spende fließt zu 100% in das Projekt Ghost Rock Legacy. Du unterstützt damit den Aufbau der Vereinsorganisation bis hin zum kauf der Reitanlage.

Online Mitgliedsantrag

Mitgliedsantrag
Hier ist der neue Online Mitgliedsantrag!

Es geht vorwärts

Neben den Gesprächen mit Sponsoren und auch dem Bundeswehr Sozialwerk haben wir eine Einladung in das BMVg nach Berlin bekommen. Der Beauftragte für PTBS möchte mit uns über gemeinsame Schnittstellen, das Projekt und zukünftige Zusammenarbeit  sprechen. Wir freuen uns.

25.10.2025

Das Projekt Ghost Rock Legacy ist nun gewachsen.

Gestern Abend, 25.10.2025, wurde der Verein Ghost Rock Legacy formell, offiziell gegründet. Nun geht es weiter. Die Unterlagen gehen zum Notar, dann an das Amtsgericht zur Eintragung. Gleichzeitig an das zuständige Finanzamt um die Gemeinnützigkeit zu beantragen.
Am 16.12.2025 steht der erste offizielle Gesprächstermin beim Bundeswehr Sozialwerk an.

13.10.2025

Am 25.10.2025 findet die Gründungssitzung, zur Gründung des Vereins "Ghost Rock Legacy e.V."

10.09.2025

In den vergangenen Wochen hat sich bei uns viel bewegt. Die Vereinsstatuten sind an unsere Mitglieder verschickt worden, um die Gründung vorzubereiten. Dabei wurden sie – gefühlt zum hundertsten Mal – angepasst, da immer wieder wertvolle Anregungen eingebracht wurden und wir gleichzeitig die rechtliche Seite sorgfältig abstimmen mussten. Dieser Prozess zeigt, wie wichtig uns eine solide und tragfähige Basis für unsere Arbeit ist.
Besonders freuen wir uns darüber, dass Nina Herrmann unser Team verstärkt. Sie ist Psychologin und engagiert sich im Verein Veteranen wahre Helden e.V.. Mit ihrer Expertise wird sie unser Projekt bei Workshops sowie in der direkten Arbeit mit Veteranen unterstützen.
Dass wir nun eine Fachperson wie Nina an Bord haben, ist ein wichtiger Schritt für die weitere Entwicklung des Projekts und verleiht unserer Arbeit zusätzliche Professionalität und Seriosität.

13.08.2025

neben vielen Anfragen, kam heute Foreignson and his Gosts zusammen mit dem Künstler Kollegen Jesse Cole auf mich zu.
Beide werden das Projekt supporten, toller Tag. 

12.08.2024

Die Satzung zur Vereinsgründung im Einklang mit den Richtlinien zur Anerkennung der Gemeinnützigkeit ist  in der Rohfassung fertig.
Viel Arbeit, viele Paragraphen. 
Jetzt geht das ganze zu einem Anwalt der uns kostenfrei unterstützt und wird korrigiert.

20.07.2025

DIe Arbeit einen eingetragenen Verein zu gründen ist immens. Aufgegeben wird aber nicht.
Die erste Fassung einer Satzung ist entworfen. DIese entspricht dem BGB ( Art. 21.-79.) und bezüglich der Gemeinnützigkeit, der Abgabeordnung Art. 51.-68. AO).

Gemäss Art. 56 BGB sind 7 (sieben) natürliche oder juristische Personen für die Gründung notwendig.

Das heisst wir brauchen noch Kameraden die an dieses Projekt glauben und Lust haben mit zuarbeiten:

Der Verein braucht keine Mitgliedbeiträge, aber im Rahmen der Gründungssitzung werden wir u.a. über eine Gönnerschaft abstimmen.
Bei Interesse melde ich bitte per Email.